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Ein ideales Wochenende zum Abheben


Der Aero Club Fürth feiert den größten Erfolg der Vereinsgeschichte: Erstmals sicherte sich der ACF den Titel in der Segelflug–Landesliga Bayern, mit deutlichem Vorsprung vor Vizemeister SV Bad Wörishofen und dem PSV Nürnberg.


Zum Hintergrund: Der Mannschaftswettbewerb für Vereine wird als dezentraler Wettbewerb auf einer Online-Plattform ausgetragen. Dabei fliegen die Piloten deutschlandweit von Ende April bis Ende August in 19 Wochenendrunden um die Punkte.

Gewertet werden jeweils die drei schnellsten Flüge eines Vereins, wobei die Berechnung der Geschwindigkeit in einem Zeitfenster von zweieinhalb Stunden erfolgt und dieser Schnitt mit einem Flugzeugindex bewertet wird. In der Landesliga Bayern kämpften heuer 100 Vereine um den Titel.

Ein «Jahrhundertwetter» sorgte zum Abschluss des Wettbewerbs noch einmal für Rekorde. Der weiteste Vereinsflug dieser Saison gelang Jürgen Wisbacher am Samstag: Er umrundete die Wendepunkte Tirschenreuth–Monheim–Straubing und landete nach 7:20 Stunden und 703 Kilometern mit seinem «Nimbus 2» wieder auf dem Segelfluggelände in Seckendorf. Den schnellsten Flug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 119 km/h absolvierten Robert und Peter Thoma im doppelsitzigen «Duo Discus» auf der 520 Kilometer langen Strecke Seckendorf-Wertheim-Straubing und zurück.

Reiht man alle Streckenflüge der Fürther Segelflieger in dieser Saison aneinander, hätten sie einmal den Erdball umrundet. Eine neben dem Sieg in der Landesliga weitere Leistung, auf die die Fürther stolz sein können, wie der Vorsitzende des Aero Club, Oliver Grunwald, betonte. 26 Piloten und Pilotinnen des Vereins beteiligten sich am Streckenflugwettbewerb.

Der größte Anteil an den bisher rund 41 400 geflogenen Kilometern geht auf das Konto des aktivsten Fürther Leistungsfliegers Carsten Tietz: Er steuerte mit 35 Flügen in seinem «Ventus 2cT» über 11 200 Kilometer bei und liegt damit in der vereinsinternen Wertung unangefochten auf dem ersten Platz vor Jürgen Wisbacher.

Besonders erfreulich ist der 3. Rang des 17-jährigen Fürther Max Ruf, der erst 2008 die Segelfluglizenz im Verein erworben hat. Dem Nachwuchspiloten gelangen bereits mehrere Streckenflüge bis über 400 Kilometer.

 
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