FAQ

Der FAQ – die oft gestellten Fragen.

Wenn deine Frage nicht dabei ist, dann kontaktiere uns einfach. Oder noch besser: komme am besten mal bei uns am Flugplatz vorbei und frage uns direkt.

 

FAQ

Ist Segelfliegen eigentlich teuer?

Dies ist eine sehr schwierig zu beantwortende Frage. Segelfliegen gehört sicherlich nicht zu den billigsten Sportarten, aber wenn man den hohen technischen Aufwand betrachtet der damit verbunden ist, gehört dieser Sport nicht zu den besonders teuren Sportarten.

Dies liegt zum Großteil daran, dass von uns stets versucht wird, möglichst alle Aufgaben innerhalb des Vereins selbst zu verteilen und zu erledigen. Zum Einen Arbeiten unsere Fluglehrer ehrenamtlich und verursachen somit keine hohen Ausbildungsgebühren, wie in gewerblichen Flugschulen. Zum Anderen übernimmt jedes aktive Mitglied, also jeder Pilot und Flugschüler, verschiedene Dienste, wie den Flugleiterdienst oder den Dienst des Schlepppiloten. Nur so ist es uns möglich, sowohl die Kosten während der Ausbildung, als auch später aufkommende Kosten so niedrig wie möglich zu halten.

Natürlich hängen die jährlichen Kosten auch davon ab, wie viel man fliegt. Hierfür gibt es beim Aero-Club Fürth e.V. ein ganz besonderes Preismodell. Bei uns zahlt man nur den Start mit dem Segelflugzeug und später keine Zeitgebühren mehr, wie es in anderen Vereinen üblich ist. So kostet bei uns zum Beispiel ein 5 Stunden-Flug mit dem Segelflugzeug als Schüler nur 17 Euro, in anderen Segelflugvereinen zahlt man hierfür gut und gerne schon bis zu 70 Euro oder teilweise noch mehr. Ziel dieses Preismodells sollte es sein, dass unsere Piloten möglichst viel Fliegen, ohne bei jeder Minute auf den Preis schauen zu müssen.

Fazit: Segelfliegen ist sicher nicht teurer als andere Sportarten wie Tennis oder Skifahren!

Für weitere Details siehe auch: Die Kostenübersicht

Ist Segelfliegen gefährlich?

Immer wieder hört man in der Presse von tödlichen Abstürzen mit Segelflugzeugen. Leider wird nur selten über die Ursachen eines Absturzes berichtet. In fast allen Fällen ist die Absturzursache allerdings die gleiche: Pilotenfehler. Dies kann viele Gründe haben, mangelnde Übung, Leichtsinn, Selbstüberschätzung, Unaufmerksamkeit, fehlende Fitness, falsche Beurteilung einer Situation.

Ein Absturz aus technischen Gründen kommt hingegen so gut wie nie vor. Genau aus diesem Grund steht die Sicherheit bei uns im Verein an oberster Stelle. Dies fängt bereits während der Ausbildung an, hört aber im Anschluss daran keinesfalls auf. Unsere Flugzeuge werden jedes Jahr nach international gültigen Richtlinien penibel uns sehr ausführlich gewartet. Zudem werden sie jedes Jahr von einer Art Luftfahrt-TÜV streng überprüft.

Kann man seinen Segelflugschein wieder verlieren?

Die Segelfluglizenz ist wie der Führerschein lebenslang gültig. Allerdings darf man nur fliegen, wenn man innerhalb der letzten 24 Monate vor dem geplanten Flug 15 Starts und Landungen auf einem Segelflugzeug, sowie 2 Starts und Landungen mit einem Fluglehrer gemacht hat. Der Motorsegler-Pilot muss innerhalb der letzten 24 Monate vor dem geplanten Flug mindestens 12 Flugstunden auf einem motorgetriebenen Flugzeug mit 12 Starts und Landungen sowie einen mindestens 1-stündigen Übungsflug mit einem Fluglehrer gemacht haben.

Dies sind gesetzliche Vorgaben, die zur Sicherheit der Fliegerei dienen.

Außerdem muss man eine gültige Flugtauglichkeitsbescheinigung (Medical) eines Fliegerarztes besitzen. Die Untersuchungsintervalle sind altersmäßig gestaffelt: Bis zu einem Lebensalter von einschließlich 40 Jahre gilt die Bestätigung 5 Jahre, zwischen 40 und 50 Jahre gilt sie 2 Jahre und ab 50 nur noch 1 Jahr.

Muss man ein eigenes Flugzeug kaufen?

Nein, nur ein kleiner Teil der Piloten im Aero-Club Fürth e.V. hat ein eigenes Segelflugzeug. Wir bieten unseren Mitgliedern eine Vielzahl an verschiedenen Flugzeugen an, sowohl vom Hochleitungssegelflugzeug, bis zum kleinen Motorflugzeug. Vergeben werden die vereinseigenen Flugzeuge bei uns jeden Morgen vor dem Flugbetrieb nach dem Prinzip: wer zuerst kommt, der mahlt zuerst. Was aber nicht heißt, dass man nachmittags kein Flugzeug mehr bekommen kann. In den seltensten Fällen ist ein Flugzeug den ganzen Tag durch einen Piloten belegt.

Wer aber dennoch die Vorzüge eines eigenen Segelflugzeuges genießen möchte, hat bei uns zudem die Möglichkeit dieses in einer unserer beiden Flugzeughallen unterzustellen.

Verein oder Flugschule?

Der Vorteil einer kommerziellen Flugschule liegt darin, dass man zügiger als im Verein zum ersten Alleinflug und somit zum Flugschein kommt. Man benötigt an den meisten Flugschulen in der Regel zwei bis drei Wochen für den Soloflug, was beim reinen Wochenendbetrieb im Verein unter Umständen eine ganze Saison dauert. Schulen sind aber deutlich teurer, weil dort – im Gegensatz zum Verein – niemand ehrenamtlich arbeitet.

Die zügige Grundausbildung in der Schule hat durchaus ihre Vorteile, aber spätestens nach dem ersten Alleinflug sollte man sich, wenn man nicht ein ausgesprochener Einzelgänger ist, einen Verein suchen. Die Segelfliegerei macht eigentlich nur im vertrauten Rudel richtig Spaß, zumal sich auch ein Großteil des Geschehens erdgebunden abspielt – am Start, bei den zahlreichen Vereinsfesten, beim Zurückholen der außengelandeten Kollegen, im Clubheim oder in der Werkstatt.

Wann kann man Segelfliegen?
Grundsätzlich an jedem Wochenende und an den Feiertagen – meistens von April bis November. In den Pfingst- und Sommerferien findet im ACF jeweils ein zweiwöchiges Fluglager statt, bei dem vor allem die Flugschüler durch das regelmäßige Training profitieren können.

Was benötige ich an Ausrüstung?

Die Cockpits unserer Flugzeuge sind mit modernster Technik ausgestattet. Höhenmesser, Variometer, Funkgerät, Fahrtmesser und ein Fallschirm gehören zur Standardausrüstung. Zudem ist bei uns jedes Flugzeug zusätzlich mit einem Anti-Kollisionssystem und einem Navigationssystem ausgestattet.

Die Anschaffungskosten für notwendige persönliche Ausrüstung, wie Flugkarten, Sonnenbrille, Sonnenhut und Flugbuch, halten sich daher sehr in Grenzen und liegen ganz beim Piloten.

Was macht man im Winter?
Während der Ausbildung besucht man in der Wintermonaten den Theorieunterricht. Hinzu kommt die vereinseigene Werkstattarbeit, um die Flugzeuge für die nächste Flugsaison wieder fit zu machen. Im übrigen gibt es auch spezielle Events für unsere Jugendlichen, wie das Landesjugendtreffen oder das Volleyballturnier der bayerischen Luftsportjugend. An Wochenenden und Feiertagen ist unser gemütliches Clubheim auch im Winter gut besucht.

Wie alt darf und muss ich zum Segelfliegen sein?

Das Mindestalter ist gesetzlich geregelt und auf vierzehn Jahre festgelegt. Der Luftfahrerschein wird allerdings frühestens am 17. Geburtstag ausgehändigt, auch wenn man die Prüfung schon vorher abgelegt hat. Ein Maximalalter gibt es im Segelflugsport nicht, vorausgesetzt der Fliegerarzt attestiert die Tauglichkeit. Wir haben einige aktive Piloten jenseits der Siebzig. Unser ältester aktiver Pilot hat sogar schon die 80 hinter sich.